Warum freie Trauungen immer beliebter werden

Traurednerin Wiebke Lükermann nennt die Gründe dafür!

Auch, wenn sie keinen rechtlichen Hintergrund haben, erfreuen sich die individuellen Zeremonien immer größerer Beliebtheit. Aber warum ist das so? Sind die Brautpaare womöglich nicht mehr in der Kirche oder reicht der standesamtliche Akt nicht mehr aus?

Ich habe in letzter Zeit immer öfter freie Trauungen fotografisch begleiten dürfen. Fakt ist, dass die zu Vermählenden völlig frei über einen ganz persönlichen Inhalt und Ablauf entscheiden können und die Wünsche des Paares ganz klar im Vordergrund stehen. Es scheint eine perfekte Ergänzung zur standesamtlichen Trauung, sogar auch für gleichgeschlechtliche Paare.

Ganz Egal, ob in der Location, am Meer, im Wald, auf dem Feld, in den Bergen: eine Zeremonie ganz nach Euren Vorstellungen und so authentisch wie möglich. Ihr lasst Euch so nicht in ein enges Korsett an Vorschriften und Regularien zwingen.

Ich habe mich zum dieser schönen Thematik mit Wiebke Lükermann unterhalten. Die lebensfrohe und charmante Lippstädterin ist eine der besten Traurednerinnen, die ich kenne und als gelernte Standesbeamtin von Haus aus ein absoluter Profi.

Liebe Wiebke, was ist das besondere an dieser Hochzeitsfeier?

Wiebke: Viele Paare planen ihre Hochzeit bis ins letzte Detail. Die Trauung ist für mich eine ganz persönliche Liebesgeschichte. Die Trauung sollte daher der absolute Höhepunkt sein!

Viele Standesämter und Kirchen können teilweise sehr unpersönlich sein, einfach aus dem Grunde, das die Ämter und Kirchen eine gewissen Taklung haben. Man hat auch so gut wie kein Mitspracherecht und vieles ist umständehalber vorgegeben. Eine Stunde Zeremonie kann also kaum geleistet werden.

Dabei empfinde ich es in der heutigen modernen Zeit einfach nur richtig, dass man für den besonderen Tag auch seine eigenen Vorstellungen einbringen kann.

Bei uns Traurednern hat das Brautpaar die Möglichkeit durch ihre Mitwirkung und die der Verwandten und Freunden etwas ganz Besonderes zu erschaffen. Ob es schöne Rituale sind, die beispielsweise zum Hobby passen oder die Kinder können mit eingebunden werden. Besonders schön ist es doch, wenn die Kleinen ein Schild mit Text tragen oder sogar der Familienhund die Ringe nach vorne bringt. Die liebsten Menschen (und Tiere) werden hier tatsächlich Teil der Trauung!

Spannend empfinde ich, dass man seine Geschichte in die Hände einer Rednerin gibt, die daraus etwas Einmaliges zaubert. Ich selber überrasche das Brautpaar auch gerne mit der Rede.

Im Standesamt oder in der Kirche ist es eben oft nicht möglich, dass sich die beiden Hauptakteure selber etwas persönliches sagen können.

Ich kreiere jedes Mal ein Erlebnis, das die Liebe, die Eigenheiten und die Persönlichkeit wiedergibt.

Was kann das Brautpaar zum Tag beitragen?

Wiebke: Eine ganze Menge: Ihre persönlichen Wünsche, Ziele und Vorstellungen! Da ist aber auch die Kreativität des Trauredners gefragt. Es gibt tatsächlich unzählige Möglichkeiten, angefangen bei den optimalen Sitzmöglichkeiten, über den Einzug des Brautpaares bis hin zur Involvierung der Trauzeugen und Brautjungfern bzw. allen Gästen!

Es macht mir große Freude im Vorfeld das Leben und die Verbundenheit des Liebespaares in Erfahrung zu bringen. Das passiert natürlich im persönlichen Austausch mit dem Paar selber und noch besser mit dem engen Umfeld des Paares.

Manchmal fühlt es sich wie Geheimbund an, von dem das Paar nichts wissen darf (lach). Ich klopfe da tatsächlich viele unfassbar emotionale und sentimentale Geschichten ab. Jedes Mal gibt es bei der Traurede deswegen Gänsehautmomente, die zum Lachen, aber auch zum Weinen sind. Das macht den Unterschied.

Das hört sich nach viel Recherche und ToDos im Vorfeld an!

Das Brautpaar steht ganz klar im Mittelpunkt. Ich bin außerordentlich kreativ und liebe es von ganzem Herzen, was ich tun darf. Für mich hat es sehr viel mit Wertschätzung und Dankbarkeit zu tun.

Die Trauung ist ja der Beginn des Tages bzw. der Beginn des Hochzeitsfestes. Die Gäste werden sich sehr wahrscheinlich nicht daran erinnern, ob es beim Essen diverse Sorten Fleisch oder zig Cocktail-Variationen gab. Sie werden sich aber an eine einzigartige Zeit erinnern und an den Grund, warum das Paar eigentlich heiraten wollte. Meist nehme ich alle mit auf eine Art Zeitreise: Wie hat alles begonnen und wie wird die Zukunft der beiden aussehen.

Was machst Du besonders gerne?

Ich mag eigentlich sämtliche Rituale, die allerdings nicht allgemein gültig sind. Ich muss schauen, wie alles zusammenpasst. Die Rituale symbolisieren die Erinnerung an die Trauzeremonie. Ich lasse mir zu jedem Paar etwas Besonderes einfallen: mal ist es eine schöne Urkunde, ein anderes Mal vielleicht eine Zeitkapsel. Das ist aber von Engagement zu Engagement unterschiedlich. Da muss man sich auf mich verlassen uns sich überraschen lassen.

Danke, liebe Wiebke, für diesen spannenden Einblick. Man merkt, dass Du ganz in Deinem Element bist. Wo und wie findet man Dich?

Wiebke: Ich freue mich sehr über die Möglichkeit des Einblicks. Der Schulterschluss mit den Foto-Dienstleistern halte ich ausgesprochen wichtig. Es ist doch schön, wenn man authentische und natürliche Aufnahmen am Ende erhalt, vor allem mit einer großen Auswahl an Details wie hier bei diesen traumhaften Bildern als wir beide bei Steffi und Michi auf dem traumhaften Rittergut Großgoltern engagiert waren.

Am besten folgt Ihr direkt diesem Link auf meine Homepage Rednerin aus Leidenschaft. Ich freue mich riesig über Eure Anfrage!

Steffi wird von ihrem Vater zur Trauung geführt

…und der herzlichen Umarmung vom Schwiegervater gab es bereits erste Tränen bei Steffi
Herzhaft Lachen gehören wie…
…Freudentränen dazu!
Steffi unterschrieb ihre Trau-Urkunde

Der Auszug

Wiebke mit ihrer Seifenblasenmaschine
Das Brautpaar musste sich den Weg freischneiden
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